Seit rund 50 Jahren führen die Feuerwehren aus Sexau und Freiamt einmal jährlich eine gemeinsame Übung durch. Ziel ist es, die Zusammenarbeit insbesondere in den Grenzbereichen beider Gemeinden zu stärken und die Einsatzkräfte optimal auf gemeinsame Einsätze vorzubereiten.

Auch am Sonntag, den 5. Juli 2026, fand diese Tradition ihre Fortsetzung: Punkt 9:00 Uhr meldeten die Meldeempfänger in beiden Feuerwehren einen angenommenen Brand in der Schillingerbergstraße.
Brandannahme in einem Hofgebäude
Im Anwesen der Familie Kern war es laut Übungsszenario während Bauarbeiten in einem alten Hofgebäude zu einem Brand gekommen. Zudem galt eine Person im Inneren des Gebäudes als vermisst.
Sofort rückten aus den Feuerwehrhäusern in Freiamt fünf Einsatzfahrzeuge mit rund 45 Einsatzkräften aus. Kurz darauf wurde die Feuerwehr Sexau nachalarmiert, die mit vier Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften zur Einsatzstelle fuhr.
Schneller Innenangriff und Aufbau der Wasserversorgung
Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde umgehend ein Innenangriff eingeleitet. Die vermisste Person konnte schnell aus dem Gebäude gerettet werden, sodass sich die Einsatzkräfte anschließend vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten.
Parallel dazu bauten Freiämter und Sexauer Feuerwehrkräfte die Wasserversorgung über zwei Leitungen aus einem etwa 700 Meter entfernten Feuerlöschteich auf. Nach rund 23 Minuten stand das notwendige Löschwasser zur Verfügung. Zeitweise konnten damit zehn eingesetzte Rohre versorgt werden.
Positive Bilanz der Übung
Nach Abschluss der Übung begrüßte Freiamts Kommandant Frank König die anwesenden Gäste, Gemeinderäte sowie die Bürgermeisterin von Freiamt, Hannelore Reinbold-Mench, und Hendrik Mench aus Sexau. In seiner Übungskritik zog König ein durchweg positives Fazit.
Normalerweise wäre auch die Drehleiter aus Emmendingen Teil des Einsatzes gewesen. In diesem Jahr wurde jedoch bewusst darauf verzichtet, um die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Emmendingen zu entlasten, die bereits eine hohe Zahl an Einsätzen bewältigen müssen.
Besonderen Dank sprach Frank König der Familie Kern aus, die ihren Hof für die Übung zur Verfügung gestellt hatte.
Dank und gemeinsamer Ausklang
Freiamts Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench zeigte sich beeindruckt von der Leistung beider Feuerwehren. Sie dankte auch im Namen von Sexaus Bürgermeister Hendrik Mench für das große Engagement der Einsatzkräfte am Sonntagmorgen.
Im Anschluss an die Übung gab es für alle Beteiligten Essen und Getränke. So klang der traditionelle gemeinsame Austausch in kameradschaftlicher Runde bis in den späten Nachmittag aus.
Bilder der Übung
Während des Einsatzes von bis zu 10 Rohren, lies es sich auch er Regenbogen nicht nehmen, einmal kurz vorbei zuschauen (einen Schatz an seinem Beginn wurde jedoch nicht gefunden ;-) )

Die Kameradinnen und Kameraden aus Sexau bei der Übung.

Bis zu 10 Rohe wurden eingesetzt, um den vermeintlichen Brand zu löschen.
Hier ein Rohr zur Riegenstellung im Aufbau.

Die Führungskräfte stimmten den Einsatz ihrer Trupps sehr eng miteinander ab.

Ansprache und Übungskritik am Ende der Übung
von links: Sexaus Kommandant Albrecht Gutjahr, Freiamts Kommandant Frank König, Sexaus Bürgermeister Hendrik Mench und Freiamts Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench

Nach dem Üben kam der gemütliche Teil der Zusammenarbeit beider Wehren.

